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The Blue Donkey Sanctuary

Im tiefen Lowveld entlang der R 36 von Hoedspruit kommenden nach Tzaneen geht es rechts ab auf die R 529 Richtung Letaba. Während nach wenigen Kilometern die Straße holprig nach Letaba führt. Nach wenigen Kilometern knickt die R 529 ab und hier muss man und frau einfach nur auf der geradeaus auf die Leydsdorp Str. fahren. Wenige Meter später taucht dann das Eingangtor der Farm auf. Hört sich kompliziert an – ist es aber nicht. Und außerdem gibt es immer noch Google Maps…

Die Google-Maps-Suche am Tag zuvor – wir suchten eigentlich nach einem Restaurant in der Nähe, brachte uns auch zu Zufluchtsstätte der Esel. Bohemian Plant Based/ Products & The Blue Donkey Sanctury. Ein klangvoller Name. Ein Blick auf die Internetseite, ein Anruf und schon stand das Tagesprogramm des Folgetages fest. Am ersten Gebäude haben wir uns verabredet – die Esme und ich. Eigentlich kannten wir uns nicht, aber genau diesen Umstand des „Sich-Kennenlernen-Wollens“ kann man in Südafrika sehr schnell und gut ändern. Die Menschen hier scheinen dem Fremden sehr aufgeschlossen zu sein. Eine wundervolle Erfahrung – wenn man aus dem „kalten“ Deutschland kommt.

Gemeinsam mit Freunden aus Hoedspruit durften wir in die private Welt von Esme und Bronson eintauchen und wurden für wenige Stunden Teil der Zufluchtsstätte, die in den vergangenen Dekade das Heim für viele geschundene Tierseelen bietet. Auch wenn sich der Name „Zufluchtsstätte des Blauen Esels“ (The Blue Donekey Sanctuary) spannend liest, so ist doch die Geschichte des Blauen Esels, der einst als Ur-Vater die Idee einer Rettungsstation vorgab, traurig. Sehr traurig….

Denn leider liebt nicht jeder Mensch diesen willensstarken Grautiere – und Freunde der Familie baten Esme und ihren Lebensgefährten einen stark verletzten Esel auf ihrer Farm aufzunehmen. Die Tierliebe des jungen Paares war vielen bekannt und so zog der erste Esel auf die Farm. „Der Tierarzt konnte fast bei uns übernachten, so kritisch war die erste Zeit und nach einigen Tagen sah der eigentliche Graue so gar nicht mehr grau aus… Die Jodtinkturen hatten das Fell und den Körper violett-blau gefärbt.

Das war Anfang der 10er Jahre und der Name des blauen Esels Heiligtums (Blue Donkey Sanctuary) ward geboren.

Seither haben viele Grauröcke ihren Weg auf den Gnadenhof im Herzen des Lowvelds gefunden. Zurzeit leben rund 29 Tiere auf dem kargen Gelände der nördlichen Savanne – frei und ungezwungen. „Fast wild“, lächelt Esme. Die bescheidenen Esel liegen ihnen am Herzen, den die sanften und freundlichen Kreaturen sind sehr anspruchslos, genügen sich mit fast blattlosen Dornenbüschen und lieben es Unfug zu machen. Die Zwecksgemeinschaft der geschundenen Seele leben fast frei auf dem Gelände, Esme und Brandon greifen nur ein, wenn sie Probleme erkennen.

Dann werden ihre Schützlinge in die Nähe der Farm geholt wie beispielsweise die Stute mit dem wenige Wochen alten Nachwuchs. Die Tante darf auch dabei sein. Die Gefahr einer Bauchnabelentzündung ist hoch, wenn das Fohlen inmitten der Herde lebt, denn die neugierigen Gefährten versuchen stetig den Neuankömmling zu begrüßen, zu beschnuppern. Ein paar Wochen Ruhe unter Aufsicht sind hier hilfreich.

Allerdings rettet die beiden Tierfreunde auch alle anderen Arten an Kreaturen und so ist die Familie mittlerweile stark angewachsen. Knapp 20 Hunde, alle Opfer von menschlichen Misshandlungen leben mit einigen Katzen, Vögeln und selbst Fische hoffen auf einen ruhigen Lebensabend bei Turner-Van Eck. 

Ein teures Hobby bemerke ich in unserem Gespräch, denn auch geschundene Seelen benötigen Futter. Natürlich ist die gesicherte Versorgung der Gnadenhoftiere ein permanentes Problem – dass die beiden versuchen mit aufwendigen Aktionen  abzusichern.

Als ehemaliger Koch, dessen Wirkungsstelle der Pandemie zum Opfer fiel, kreiert Bronson scharfe Tomaten,- Salsa oder ähnliche Saucen, die beide auf den Farmmärkten im Greater Lowveld verkaufen. Esme produziert vegane Seifen, die einfach nur himmlisch duften, „und für die keine Tierseele leiden mußte“, erklärt die 40jährige lachend.

Leckeres Fladenbrot - hausgemacht
Ein vielleicht einfaches, aber köstliches und gesundes Abendbrot.

Auch hier zeigt sich wieder, welche Allround-Talente die Menschen im Lowveld sein können, oft auch müssen und wie schnell aus einer Geschäftsidee ein Geschäft wird. Mittlerweile kaufen öfters große Lodgen aus dem Greater Krüger ihre außergewöhnlichen Seifen bei Esme. Wer das ansteckende Lachen der Powerfrau Esme kennenlernen möchte, dass nicht nur dem Besucher ganz viel Hoffnung schenkt, der schreibe Esme eine E-Mail oder ruft sie einfach an und vereinbart einen Besuchstermin,

Künftig möchten die beiden Rettungs-Farmer ein veganes Restaurant auf dem Hofgelände eröffnen oder überlegen auch einen Volontär-Campingplatz zu eröffnen. Ich bin dankbar, dass ich Esme und Bronson und all ihre Fellnasen kennenlernen durfte. Die Blue Donkey Sanctury ist für mich ein Quell der Hoffnung für ach so viele geschundene Tierseelen, die ihr Zuhause hier in the middle oft he Lowveld ihr Zuhause gefunden haben und von denen keiner weiterziehen muss. Hier sind sie Hund, Esel, Katze oder Vogel und dürfen es auch sein und bleiben. Beide Tierfreunde weigern sich ihre „Kinder“ weiter zu vermitteln, denn nur auf der The Blue Donkey Sanctuary können sie ihre Seelenpartner – wie sie sie auch liebevoll nennen, ein artgerechtes Leben sichern.


Ich werde wiederkommen!

Me, Esme van Eck-Turner, Shibongeli und Heather Wagner

Bohemian Plant Based Products

The Blue Donkey Sanctuary

Esme van Eck-Turner und  Bronson Turner

Harmonie

Corner of R36 and R529,

Ofcolaco, 0854, Südafrica

Besuch beim Toilettengang
Liebe zum Detail
Normal kann jeder

Offizielle Homepage

Blue Donkey Sanctury

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