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Die sanft grobe Seite von Jessica

„You can take her out of the bush, but never take the bush out of her.“

                                                                                                                  Tonie Joubert

Nilpferde zählen zu den gefährlichsten Tieren Afrika. Jährlich fallen zahlreiche Menschen den behäbig wirkenden Großsäugern zum Opfer. Die Zahlen variieren, aber es ist wahrscheinlicher von einen Hippo getötet zu werden als von einem Löwen. Schwer verständlich für die naive Deutsche, die ihre Leidenschaft zu den schwimmenden Dickhäutern erstmals erlebte, als sie eine Miniaturausgabe der „Happy Hippos“ in einem Schokoladen-Überraschungsei Ende der 80er Jahre fand! Vielleicht rührt aus dieser Zeit die „deutsche“ Liebe zu diesen Kolossen… und lässt sie oft sehr leichtsinnig werden. Mich eingeschlossen. 

Die erste Kollektion "Happy Hippos", die in den Ferrero-Übereraschungseiern seit 1988 zu finden waren.
Einfach süss, diese Happy Hippos. Bis heute gibt es immer mal wieder Kollektionen mit den Mini-Kolossen. Foto: pixabay

Schwergewichtige Verantwortung

Knapp 8 Kilometer vor Hoedspruit auf der 527 zwischen kilometerlang angelegten Orangen und Zitrushainen gelegen, eröffnet sich eine Idylle mit schwergewichtigem Hintergrund. Kurz hinter dem HLOKOMELA CENTER (Richtung Hoedspruit) geht die Sandroad links ab – das Hinweisschild kann auch schon mal übersehen werden. Doch die lange holprige Fahrt über die Gravelroad (Schotterstrasse) vorbei an den Orangenplantagen lohnt sich. Zu linken erheben sich die nördlichen Drakensberge, während auf der Lowveld-Fläche immer mehr Zitrus-Plantagen die einstige Fauna der Savanne verdrängen. Hier zwischen den vorgelagterten Zitrusplantagen und dem lebensspendenden Blyde River im  Lowveld lebt das Hippopotamus Jessica, dass bereits Weltruhm erlangt hat. Weit über 30 Dokumentationen wurden über das schwergewichtige Säugetier erstellt, dass mit einem Fuß in der Wildnis lebt und seine – besser gesagt ihre sanfte Seite den ehemaligen Rettern und heute auch den Touristen zeigt. Meistens, denn die schwergewichtige Lady kann durchaus eine Zicke sein! Und manchmal gehen ihr die Touristen einfach auf die Nerven. Bei aller Liebe zu Süsskartoffeln und den gesüßten Roibusch-Tee, den ihr die Hippoverrückten Besucher geben dürfen.

Happy Hippo forever

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Gäste und Touristen sind wohl willkommen auf dem Anwesen, das beschieden hinter einem großen Metalltor liegt. Keine Touristenströme erwarten hier den Gast und man wird nicht „erdrückt“ von Schaulustigen.  Der Weg zur publikumsträchtigen Flusspferddame ist staubig und lang. Rund sieben Kilometer landeinwärts Richtung der Drakensberge führt die Schotterstraße. Vorbei an nicht enden wollenden Plantagen, die mal saftige Mangos oder Orangen versprechen oder aber die wasserzehrende Avocado hervorbringen. Ein anderes Thema. 

Auf dem Prviatgelände der Familie Joubert angekommen, heißt es ein oder auch zwei Mal rufen und dann eilt auch schon Elizabeth herbei. Das Nilpferd hat eine eigene Betreuerin und schon seit Jahren ist Elizabeth die Hauptbezugsperson von Jessica. Fragen fachlich und verständlich von der Hippolady beantwortet und der Hintergrund gut erklärt. Der Eintritt – rund 100 Rand – wird für die Versorgung der Flusspferde verwendet. Unter anderem wird hier mit das Gehalt der „persönlichen“ Assistentin der Flusspferdedame bezahlt.

Jessica ist tatsächlich ein wildes Nillpferd, zumindest war sie es, bevor sie im März 2000 nach der großen Flut von dem Ehepaar Tonie und Shirley Joubert gerettet wurde. am Ufer des Blyderivers, der später in den Ollifantsriver mündet, fand der Ranger das neugeborene Nilpferd-Mädchen, dessen Mutter höchstwahrscheinlich mit den Fluten mitgerissen wurde. Das Ranger-Ehepaar gab ihrem neuen Zögling ein neues Zuhause, öffnete jedoch nach der Zeit der Eingewöhnung die Umzäunung des Grundstückes und ließ das „Happy Hippo“ selbst entscheiden. Jessica entschied sich für eine enge, aber sichere nachbarschaft mit ihren Menschen und lebt nun so schon seit gut 21 Jahren bei den Joubert. 

Tipp

Essex Road, POBOX 1629, Hoedspruit, Südafrika

Nutzen Sie ihr Handy zur Navigation…

In Südafrika können iPhone-User die ganz normalen Karten App benutzen. Es funktioniert hervorragend. GPS funktioniert ohne das mobile Datennetz zu nutzen und kostet daher nichts.

Anfahrt

Von Hoedspruit kommend fährt man auf der R 527 in Richtung Lydenburg (Strydam Tunnel). Etwa 8 km außerhalb der Stadt halten Sie Ausschau nach einem Schild mit der Aufschrift „Essex“ und einem weiteren Schild mit der Aufschrift „Jessica the hippo“. Dort biegen Sie rechts auf die Schotterstraße ab und fahren diese bitte für etwa 7 km.

Kurz vor der Niedrigwasserbrücke auf der rechten Seite sehen Sie ein Tor mit Jessica Hippo. Dort einfach laut rufen – Elizabeth, die Pflegerin der beiden Flusspferde öffnet dem Besucher oder der  Besucherin dann das Tor.


Öffnungszeiten: 

Montag bis Samstag

9.30 Uhr – 11.30 Uhr

14.30 Uhr – 15.30 Uhr 

Sonntag

9.30 Uhr – 11.30 Uhr

URL:  https://www.jessicahippo.com/

Kontaktdaten

E-Mail: joubert@jessicahippo.com

Telefon:  +27158171865

 

 
 

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